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Am Ende siegt das Lächeln

Uhm ja September ist auch schon ein Weilchen her. Da dachte ich, dass es doch mal wieder Zeit für einen Melonienteil ist (Nummer 33 übrigens). Im Spiel bin ich nämlich schon viel viel weiter und das muss hier auch mal aufgeholt werden. Viel Spaß beim Lesen 🙂

Seit dem Tod seiner Großmutter sind nun schon ein paar Monate vergangen. Es ist für alle im Hause Adams noch sehr schwer, aber fast jeder hat nun wieder in seinen Alltagstrott zurück gefunden. So auch Jean, der noch dazu eine ganz neue Leidenschaft entdeckt hat: Die Pflanzen seiner Großmutter. Seit er sich um sie kümmert blühen sie in schönster Pracht. Generell ist Jean am liebsten den ganzen Tag im Garten. Er liebt die Natur sehr und möchte, wenn er groß ist, den Blumenladen weiter führen.

Jaja, der Blumenladen. Er ist nicht das einzige, das Jeans Mutter Clara Kopfzerbrechen bereitet. Sie ist Lehrerin und keine Gärtnerin und auch ihr Mann, der zwar Erfahrungen im Dienstleistungsgewerbe hat, ist mit der Aufgabe des Ladens überfordert. Daher ist er noch immer die meiste Zeit geschlossen. Das Loch, dass dieser Entschluss in die Haushaltskasse gerissen hat, bereitet Clara nur noch mehr Kummer. Generell ist sie seit dem Tod ihrer Mutter stark verändert und fast durchgehend abwesend.

Es plagt sie auch immer wieder die Übelkeit und so beschließt Robert, dass sie aufs Festland zu einem Arzt reisen muss. Schiebt es Clara noch immer auf den Kummer, so ist sich Robert sicher, dass etwas nicht stimmt und ist in großer Sorge um seine Frau. Was der Arzt dann sagt ist alles andere als erwartet: Clara wird noch einmal Mutter. Da sie nicht mehr die Jüngste ist und durch die Trauer sehr ausgelaugt ist, soll sie sich so viel wie möglich schonen.

Um die Ruhe seiner Mutter nicht zu stören findet so auch Jeans Geburtstag in einer kleinen Runde statt. Wenn sein Geschwisterchen auf der Welt ist, gibt es noch genug Zeit zum Feiern. Clara ist nicht zum Feiern zu Mute und sie weiß nicht, wie sie ohne die einst so tatkräftige Erna ein weiteres Kind großziehen soll. Clara wird immer depressiver.

Ihre Stimmung wird auch nach der Geburt ihrer kleinen Tochter nicht wirklich besser. Erst nachdem Robert vorschlägt, dass die kleine in Gedenken an ihre Oma den Zweitnamen Erna tragen soll ist wieder das altbekannte Leuchten in Claras Augen zu sehen. Phöbe Erna, so ist ihr vollständiger Name, taut nun ganz langsam das Herz ihrer Mutter wieder auf. Zwischendurch kann man sogar ein Lächeln auf Claras Lippen erkennen.