Kategorie: Spielen – Sims 2

Aller guten Dinge sind drei – Teil 2

Heute gibt es Teil 2 des Aller-guten-Dinge-sind-drei-Teils. Die Erstveröffentlichung war übrigens im Juni 2008. Ui ui ui ist das schon lange her.

Peter liegt glücklich an einem warmen Sommerabend mit seiner Frau Arm in Arm im Bett. Ein warmer Sommerwind weht durch die offene Balkontüre und lässt die rote Mähne von Marta im Wind schwingen. Peter liebt die Haarpracht seiner Frau und genauso liebt er ihren Herzchenschlafanzug. Er ist schon einige Jahre alt und hat einen stark dehnbaren Bund. Peter hat ihr den Schlafanzug geschenkt, als sie mit Bob schwanger war und auch jetzt sitzt er wieder perfekt. Marta ist das dritte Mal schwanger und freut sich sehr darüber. Sie hofft, dass es vielleicht diesmal ein Mädchen werden könnte, aber auch über einen dritten Sohn würde sie sich freuen.

Wirklich erfreulich waren die letzten Monate nicht und so sind alle sehr gespannt auf das Kind. Zuerst ist die maßgeschneiderte Küche abgebrannt als Peter am morgen Brötchen für die Familie backen wollte, aber durch ein Telefonat von seinem Vater aufgehalten wurde. Die anderen Melonier haben zusammengelegt um der Familie eine neue Küche zu kaufen. Selbst die Familie von Murmelstein hat etwas dazu beigetragen, auch wenn ihr Betrag der kleinste von allen war. Nach diesem schockierenden Erlebnis kam auch schon das nächste als Clara erklärte, dass Bob mal einen saftigen Tritt in den Allerwertesten gebrauchen könnte, denn so würde er es auf keine weiterführende Schule schaffen. Und Björn war sowieso ganz traurig, seit er von einem Schwarm Bienen attackiert wurde und am ganzen Körper Stiche hatte. Er war jedoch nicht der Schmerzen wegen so niedergeschlagen, sondern er war der Ansicht, dass ihn Gott dafür bestrafen wollte, dass er Wurmi mit seinem Pausenbrot gefüttert hat.

Mit Natalie, Wurmis Besitzerin, versteht sich Björn immer besser. Er findet es sehr cool, dass sie einen eigenen Hund hat und ihr Zimmer ist auch viel aufregender als sein eigenes. Sie ist das einzige Mädchen, dass er kennt, mit dem man Indianer und Cowboy spielen kann und Puppen findet sie sowieso doof. Natalie ist seine allerbeste Freundin und mit ihr will er einmal zusammenziehen und auch ein Kind bekommen. Dann wird sie auch so rund wie Mama. Wurmi hat er schon mal auf seiner Seite, obwohl das eher an den tollen Wurstbroten liegt als an seinem Charakter.
Da es auf der Insel keinen Arzt gibt hat Marta beschlossen ihr Kind auf der Insel zu gebären. Sie, ihr Mann und Clara, die ebenfalls ein Kind erwartete, hatten einen Kurs absolviert. Melly hat bereits vor ein paar Wochen ihre Tochter zur Welt gebracht. Zu dieser Zeit waren Marta und ihr Mann noch mit dem Umbau des Arbeitszimmers in ein Kinderzimmer beschäftigt. Marta wollte gerade einen all abendlichen Snack zubereiten und ihn mit Peter am Strand genießen als sie sich unter höllischen Schmerzen krümmt und die Schüssel erstmal fallen lässt. Peter kommt schnell die Treppen hoch gestürmt um seiner Frau zu helfen, aber in Panik vergisst er alles vom Kurs und so muss Marta alles alleine machen.
Ohne ärztliche Untersuchung konnte niemand Marta und Peter auf die große Überraschung vorbereiten. Die Familie Sonnenschein ist nämlich nicht nur um ein sondern gleich um zwei Mitglieder gewachsen. Marta hat die zweieiigen Zwillinge Mira und Noah zur Welt gebracht. Die ersten Tage waren sehr stressig, da die Familie sich nur auf ein Kind vorbereitet hatte und auch nur ein Bett gekauft hat. Mit der nächsten Fähre sind Peter und Bob dann aufs Festland gefahren und haben ein Bett gekauft. Bob hat seinen kleinen Bruder Noah auch gleich ins Herz geschlossen und füttert ihn auch häufiger. Seine blasse und zierliche kleine Schwester Mira mag er aber auch. Insgesamt schließen die meisten Inselbewohner die kleinen schnell ins Herz und sie machen somit der süßen Arielle große Konkurrenz.

Aller guten Dinge sind drei – Teil 1

Nun kommt Leben in die Bude! Viel Spaß mit dem nachfolgenden Teil 🙂

Die Zeit verging und Clara fühlte sich anders als zuvor. Nicht nur ihre Haare sind gewachsen, auch ihr Bauch ist größer geworden. Zudem blieb ihre Regelblutung übernatürlich lange aus. Auch wenn sie es nicht glauben wollte, so konnte Clara es nicht mehr abstreiten, dass sie ein kleines Kind erwartet. Eines ihrer alten
Schlabber-T-Shirts liegt eng an und sie ist hilflos. Will Robert überhaupt ein Kind? Und was ist mit ihr, sie wollte doch noch nicht so früh ein Kind bekommen. Traurig blickt sie in den Spiegel und sieht ihr junges Gesicht zurückblicken. Nachdem ihre Schwester schon eine neue Frisur hat beschließt Clara es ihr gleich zu tun. Mütter haben bestimmt keine rosafarbenen Schleifen im Haar und für einen Pferdeschwanz
waren ihre Haare zwischenzeitlich auch schon zu lang. Ihr Vater findet ihre neue Frisur sehr gut und er findet es auch toll, dass er Großvater wird und Robert wird sicher ein toller Vater werden und überhaupt. Clara steht nur hilflos da und lauscht seinen Worten.
Claras Schwester Melly ist die Veränderung Claras natürlich auch nicht entgangen. Auf der einen Seite freut sie sich für ihre Schwester, aber der Gedanke an ein kreischendes kleines Kind in diesem Haus missfällt Melly doch sehr. Da sie aber von einer Privatschule auf einer nicht weit entfernten Insel gehört hat ist sie nun sehr fleißig am Üben für die Aufnahmeprüfung. Clara wird nach der Geburt ihres Kindes sowieso den Unterricht für unbestimmte Zeit ausfallen lassen. Leider kann Melly erst in einem dreiviertel Jahr, dann beginnt nämlich das neue Schuljahr, die Schule wechseln. Der Kater Jacques versteht die ganze Aufregung im Hause nicht. Wenn man eben viel futtert, dann wird man eben dick. Warum nun alle so komisch aufgelegt sind, meist auch noch viel fröhlicher als sonst, kann er nicht verstehen. Solange aber die Fußbodenheizung noch funktioniert ist ihm das alles total egal.
Melly weiht Clara in ihre Pläne ein und diese findet es natürlich sehr traurig, dass Melly für mehrere Jahre auf die Privatschule möchte, dort kann sie nämlich im Anschluss auch noch studieren, wenn sie das Abitur schafft. Andererseits will Melly dann ihr Zimmer als Kinderzimmer opfern. Jedoch besteht sie darauf, dass es nicht umtapeziert wird und sie geht auch erst ein halbes Jahr nach dem geplanten Geburtstermin. Windeln würde Melly aber unter keinen Umständen wechseln erklärt sie noch und beide lachen daraufhin. Clara fällt erst jetzt auf wie wenig sie mit ihrer kleinen Schwester unternommen hat, seit sie auf der Insel sind und möchte dies am nächsten Tag auf jedenfall durch einen Strandausflug wieder gut machen.
So vergeht die Zeit und Clara wird immer mehr zu einem Fass. James freut sich immer von Tag zu Tag mehr auf das Kind, genauso wie Robert, der fast täglich vorbeischaut. Erna ist immer noch etwas skeptisch, aber da sie schon von einigen Fällen gelesen hat, bei denen eine Frau ein Hellhäutiges Kind von einem Farbigen zur
Welt gebracht hat, kann sie einigermaßen ruhig schlafen. Bei ihrer großen Tochter sieht es ganz anders aus, denn das Kind tritt ständig um sich und beschert Clara viele unruhige Nächte. Zudem ist immer noch nicht geklärt wo genau das Kind unterkommen soll. Im Dachgeschoss wurde zwar schon das alte Kinderbett von Melly
aufgestellt und ein Wickeltisch wurde ebenfalls gekauft, aber wo soll Robert wohnen? Er will immer noch bei seinem Restaurant bleiben und er würde auch sicherlich jeden Tag vorbeischauen. Trotzdem ist sich Clara unsicher.
In einer Nacht, in der Clara endlich einmal schnell eingeschlafen ist, wurde sie durch einen unerträglichen Schmerz geweckt. Sie hat fürchterlich geschrieen und Melly bekam große Angst um ihre Schwester. Erna half ihrer Tochter bei der Geburt ihres ersten Kindes. Ein süßes kleines Mädchen, welches auf den Namen Arielle Manuela getauft wurde begann in den frühen Morgenstunden in Claras Armen zu quicken. Sie hat wie es auch schon zu erwarten war dieselbe dunkle Haut wie ihr Vater Robert, dafür hat sie aber strahlend blaue Augen. Welche Haarfarbe später einmal ihren Kopf zieren wird kann man noch nicht sehen. Trotzdem wurde auch Erna ganz weich, als sie ihre Enkeltochter zum ersten Mal in den Arm nehmen durfte und alle Bedenken waren verflogen.

Singles 2.0

Ich habe mich verliebt. In neue Defaults. Jahrelang war ich mit meinen mehr als zufrieden, aber dann sah ich sie, die ultimativen Häute! Aber ich wäre schließlich nicht ich, wenn ich die Häute einfach so übernommen hätte. Habe mir eine Alienhaut und eine Sommersprossenversion der hellsten Haut erstellt und mir dann einen passenden Haushalt gesucht: Singlehaushalt in Merkwürdighausen. Hab sie dann einfach noch kurzerhand umgestylt.

Um den Blog nicht komplett mit Bildern vollzuspamen kommen die restlichen Bilder nur in der Vollansicht des Artikels!

Weiterlesen

Schmetterlinge im Bauch und Franzen in den Haaren

Nun kommt auch schon Teil 7. Ich bin schneller im „rüberbringen“ der Teile, als ich gedacht hätte und es freut mich. Endlich kommen auch mal ein paar Verknüpfungen mehr zwischen den Haushalten zu stande. Die ganzen Vorgeschichten/Vorstellungen sind halt nicht gerade so spannend gewesen, das geb ich ja zu, aber notwendig irgendwie auch. Hier kommt jedenfalls Teil 7 und nachher will ich auch noch eine Art melonisches Inhaltsverzeichnis anlegen, welches es Neueinsteiger vereinfachen soll 🙂

Es ist schon einige Zeit vergangen, seit Robert die rothaarige Clara das erste Mal sah, aber erst vor wenigen Tagen wurde ihm bewusst, dass sie es ist. Sie ist die Frau die er möchte. Es ist nicht die gemütliche Kate, die ihm sowieso irgendwie schon immer etwas zu füllig war, und es ist auch nicht Sun, dessen Art er immer so freundlich fand, aber eben auch wieder etwas kindisch. Nein, es ist die gutmütige Clara mit dem feuerwehrautorotem Haar. Bewusst wurde ihm das ganze an einem sonnigen Tag auf Melonien, als sie in das Restaurant kam und er sie begrüßte. Das Problem war nur, wie solle er es anstellten, dass sie auch so für ihn empfindet. Eigentlich hat er ja nicht gerade wenig Charme und ist auch nicht schüchtern, außer bei schönen Frauen, denen er verfallen ist und Clara ist dummerweise eine von jenen.
Tatsächlich ist Clara Robert auch aufgefallen. Besonders beim letzten Treffen hat er sich so eigenartig benommen, musste Clara feststellen. Irgendwie hat sie die asiatische Sun auch immer etwas komisch und böse von der Seite angeschaut. Clara weiß gar nicht was los ist, hat sie doch weder Sun noch Robert etwas getan. Schmunzelnd steht sie hinter der Kasse und vertippt sich regelmäßig so durcheinander ist sie. Erst nach einem heißen Tipp von Kate macht es bei ihr Klick. Robert ist in sie vernarrt, Clara wird ganz rot um die Nase. Kate hingegen lächelt nur und meint anschließend noch, dass Sun und Robert auch häufig rumgeturtelt haben und sie sehr verwirrt sei, dass er nun etwas von Clara möchte. Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen und mit wunderschönen Blumen verlässt sie den kleinen Laden.
Nach ein paar Wochen hat sich Clara dann ein Herz gefasst und ist zu Robert gegangen. Dieser war sehr überrascht von ihrem Besuch und wusste gar nicht was er nun tun soll. Clara erklärte ihm aber dann, dass
sie ihn eigentlich sehr nett findet. Zudem wollte sie noch wissen, ob dieses Restaurant auch noch abends als Bar arbeitet. Nach einem langen Gespräch, vielen Stunden und auch etlichen Weingläser später ist es so weit, dass die beiden in das nächst beste Bett schwanken. Dass dieses Kate gehört ist denn beiden sehr egal, und auch Kate nimmt es gelassen. Sie ist sehr froh, dass ihr Gespräch mit Clara vor einigen Wochen so viel bewirkt hat.
Bei Claras Mutter breitet sich jedoch keine große Freude aus, hatte sie sich den perfekten Schwiegersohn doch immer anders vorgestellt. Sie wünscht sich viele Enkelkinder, keine Frage, aber ob sie sich unbedingt
Enkelkinder von Robert wünscht, da ist sie sich etwas unsicher. Sie hat ja nichts gegen Farbige, aber so ganz passt dies doch nicht in ihre Familie, die eigentlich von Blondschöpfen geprägt ist. Sie weiß nicht
was sie tun soll und bittet daher Jacques um Rat, doch der maunzt nur ein wenig und freut sich über die extra Streicheleinheiten. Auch bei ihrem Gatten findet sie keine Unterstützung, dieser findet Robert einen ganz anständigen Kerl und viel besser als Claras Exfreund Tom. Anfangs fand James den Mann mit den Rastalocken nicht sehr nett und es gab auch einige Auseinandersetzungen zwischen den beiden, doch schon seit
einiger Zeit verstehen sich die beiden prächtig und waren sogar schon mal gemeinsam angeln.
Melly kann die ganze Aufregung überhaupt nicht verstehen. Insgesamt passt es ihr nicht, dass sich alles nur um ihre Schwester dreht. Kann ihren Eltern doch egal sein wen sie heiratet. Viel lieber sollten sie sich
Gedanken um sie, Melly, machen. Sie ist doch auch schon groß und wird, wenn ihr denn überhaupt mal Beachtung geschenkt wird, meist wie ein kleines Mädchen behandelt. So kann es doch nicht ewig weiter gehen.
Als ihre Mutter mal wieder im Laden beschäftigt war und Clara mit ihrem Vater am Strand spazieren ging, kam Melly die geniale Idee. Ihre Zöpfe sind schuld an allem. Die kleine Nachbarin, dessen Namen sie sich nie
merken kann, trägt doch ebenfalls welche. Nachdem sie ihre Zopfgummis aus den Haaren gezogen hatte fiel ihr aber etwas auf: Ihre Frisur war absolut nicht für offene Haare gedacht. Ohne lange herum zu fackeln griff Melly zur Schere. Als sie sich später im Spiegel betrachtet ist sie sehr zufrieden. Ja, damit wird sie ihre gewünschte Aufmerksamkeit sicherlich bekommen.

Reich und kälter als Eis

Heute kommt der sechste Melonienteil und damit auch die vorerst letzte Familienvorstellung. Das heißt ihr kennt jetzt erstmal alle Bewohner und die Geschichten ansich können losgehen, ohne große Vorstellungen und so. Ich habe bei meiner jetzigen Melonienversion auch eine Übersicht über sämtliche Bewohner, die mindestens das Alter eines Jugendlichen erreicht haben, erstellt. Diese ist jedoch soweit ich weiß auf dem Stand von Kapitel 22 und daher werde ich vorerst keine solche Übersicht einfügen, oder nur von den Personen, die auch jetzt schon Erwachsen sind. Nun aber genug geredet, viel Spaß mit dem sechsten Teil 🙂

Erna blickt neugierig aus dem Glaspavillon. Vom Anlegesteg her läuft ein kleiner Trupp Menschen und trägt eine Kiste nach der anderen in die ursprünglich verlassene alte Villa nebenan. Schon kurz nach dem Einzug der Adams sind immer häufiger Renovierungsarbeiten an der Steinvilla vorgenommen worden. Eine Frau in Ernas Alter hat eine Gruppe von Bauarbeitern regelmäßig durch die Gegend gescheucht. Diese Prozedur ging sehr lange, schließlich wohnen die Adams nun auch schon fast ein ganzes Jahr auf der Insel, und Erna taten die Bauarbeiter immer sehr leid. Regelmäßig hat sie ihnen Kekse gebracht. Die anderen Leute die gerade Kisten schleppen, hat sie jedoch noch nie zuvor gesehen. Erna ist sich nicht ganz sicher, ob sie diese Nachbarn überhaupt kennen lernen möchte.
Clara hat sich zu ihrer Mutter gesellt, denn auch sie ist von Natur aus sehr neugierig. Schon bald erblickte sie einen jungen Mann, der in etwa dasselbe Alter wie ihre kleine Schwester hat. Sie beschließt am nächsten morgen die Familie zu besuchen und auch den Nachbarsjungen in ihr Schulprogramm aufzunehmen. Als sie am nächsten morgen zum Nachbarshaus möchte steht die Türe sperrangelweit offen. Schon nach wenigen Sekunden in dem Haus ist sie sich sicher, dass diese Familie nicht in das Gesamtbild der Insel passt. Alleine schon die
Einrichtung ist ihr viel zu altmodisch und eingestaubt. Das i-Tüpfelchen des Verrücktseins sind aber der Junge Joseph und ihr altbekannter Nachbar Peter, die wie Irre durch den Flur tanzen.
Joseph von Murmelstein kennt die Regeln seiner strengen Mutter, aber dass er ihr Liebling ist weiß er auch zu genau. Da er von einer Privatschule auf einer Nachbarsinsel gehört hat möchte er sowieso nicht lange hier verweilen. In der Zeit bis dahin möchte er aber, dass seine Mutter hier sehr unbeliebt wird.
Richtig, wie fast jeder Teenager mag er seine Eltern nicht besonders und seine Mutter hasst er abgrundtief. Er mag nicht wie sie darauf besteht, dass er seine Haare zurück kämmt, er mag nicht ihre Familienbilder überall im Haus und die Auswahl der Tapeten findet er auch etwas komisch. Kurz um mag er es absolut nicht auf dieser Insel zu hocken und tut nun alles Mögliche um wieder von hier weg zu kommen. Mit den Nachbarn
laute Musik zu hören und dazu wie Urmenschen zu tanzen ist für ihn ein gelungener Anfang.
Helena Schmuck ist die Haushälterin der von Murmelsteins. Es war nie ihr Berufswunsch, aber inzwischen mag sie ihr Leben doch so wie es sich entwickelt hat. Sie ist zwar gerade erst Zwanzig, aber sie kann sich nicht beklagen schließlich hat sie ein Dach über dem Kopf, und zwar ein etwas prunkvolleres als der Durchschnitt es hat, sie hat immer etwas zu Essen und ihre beste Freundin wohnt ebenfalls hier: Dela von Murmelstein ist die Tochter der von Murmelsteins, aber sie ist wahrlich nicht so beliebt wie ihr Sohn. Da die Mutter den Namen der Familie schützen möchte und sie der Meinung ist, dass eine Frau diese Rolle nicht übernehmen kann,
schließlich wird bei einer Hochzeit meist der Name des Mannes angenommen, hat sie beschlossen ihre Tochter einfach zu enterben und die Aufgabe der Familienerhaltung dem Sohn zu übertragen. Dela selbst hat ein kleines Zimmer, das kleinste im Haus, muss mit Helana die ganze Hausarbeit verrichten, was ihr jedoch nichts aussmacht, und sie wird von ihrer Mutter immer zu schikaniert. Kochen darf Dela aber nicht, denn ihre Mutter hat panische Angst von ihrer Tochter vergiftet zu werden und Dela hätte auch wirklich genug Gründe dafür.
Nach dem die ungebetenen Gäste unsanft entfernt wurden und auch der Verantwortliche für die weit geöffnete Tür gefunden wurde steht Gerda zufrieden vor ihrem Zuhause. Ja, bis auf die Nachbarn war doch alles perfekt auf dieser Insel. Gerda blickte zufrieden von der Veranda auf das Meer. Nur wenige Leute haben alles in ihrem Leben richtig gemacht und sie gehört definitiv dazu, da war sich Gerda sicher. Natürlich, eine Tochter in die Welt zu setzten war nicht gerade eine Glanzleistung, doch sie findet ihre Art mit dem Problem umzugehen gerade zu brillant. Bald schon wird ihr Sohn auch erwachsen sein und ihr viele Enkelkinder schenken. Ein Lächeln huscht unerwartet über die Lippen der verbissenen alten Dame.
Nicht ganz so glücklich gestimmt sitz ihr Ehemann Carl derweil im Wintergarten. Ihn plagen Gewissensbisse. Immer wieder wenn Gerda mit seiner Tochter streitet suchen sie ihn heim. Wie konnte sich die einst so bezaubernde Gerda in solch ein Monster verwandeln? Seine Tochter hat genau dasselbe bezaubernde Gesicht wie seine Frau es Jahre zuvor auch hatte, jetzt ist ihr Blick meist hasserfüllt. Nein so kann es nicht weitergehen, er muss etwas tun. Mit Melonien möchte er auch ein neues Leben beginnen. Mühselig richtet er sich auf um ein wenig Zeit mit seiner Tochter zu verbringen.

Bücherwurm mit Brille

Heute stelle ich bereits den fünften Teil vor. Wenn es in dem Tempo hier weiter geht, dann seid ihr die grausige Bildquali bald los 😀

Fröhlich tänzelt Natalie abends durch ihr Zimmer. Ganz sicher ist sie das glücklichste Mädchen auf der ganzen Welt. Wieso? Na weil sie Björn heute gefragt hat, ob er sie heiraten möchte und er hat nicht nein gesagt. Tief in ihrem Kopf wird eine Stimme weit weg gedrängt, die sagt: „Ja, hat er aber auch nicht gesagt!“. Nichts hat der kleine schüchterne Rotschopf dazu gesagt. Er hat nur gelächelt und später gemeint, dass seine Eltern bestimmt nicht wollen, dass er als Kind heiratet. Aber irgendwann wenn er groß ist, dann darf er das sicherlich. Ja, und da ist sich Natalie sicher, dann wird er sie heiraten und dann werden sie viele rothaarige Kinder bekommen.
Die Mütter der beiden „Fast-Verlobten“ haben sich auch schon angefreundet. Beide interessieren sich sehr für künstlerische Dinge und können sich lange und ausgiebig darüber unterhalten. Marta ist eher im Schreiben kreativ und Sandra mag das praktische Arbeiten lieber. Sie möchte sich jedoch mit Martas Hilfe auch mal an Schreibarbeiten versuchen und im Ausgleich wird sie Marta Malunterricht geben. Zudem ist sie sehr geschmeichelt, als die allein erziehende Mutter das Cover von Martas neuem Kinderbuch gestalten soll. Des weiteren belächeln beide die Hochzeitspläne ihrer Sprösslinge und sind froh, dass sie sich so gut in Melonien eingelebt haben. Björn sei richtig aufgeblüht, seit er auf Melonien lebt.

Kurz bevor Natalie und Björn aus der Schule kommt macht sich Marta auf den Heimweg. Sie möchte für ihre Herren etwas kochen, denn Peter ist der wohl mieseste Koch auf der Welt. Oder zumindest auf ganz Melonien.
Mit einem zutiefst getrübten Gesicht kommt Natalie schließlich von der Schule heim und gibt ihrer Mutter einen Brief. Weinend wirft sie sich auf die Hängematte im Wohnzimmer und vergräbt ihr Gesicht in den Kissen. Vorsichtig öffnet ihre Mutter den Brief und ist sehr ängstlich, was sie denn erwarten wird. Erleichtert ist sie, als sie Claras Mädchenschrift liest:
“Liebe Sandra, bei unserem heutigen Sehtest ist mir aufgefallen, dass Natalie womöglich eine Sehschwäche hat. Gehe am besten mal mit ihr zu einem Augenarzt…“
Sie überfliegt die nachfolgenden Zeilen nur und setzt sich zu ihrer Tochter. Die ihr nur entgegen schluchzt, dass Björn bestimmt kein hässliches Entchen mit Brille heiraten wird.Verzweifelt blickt Natalie abends noch mal in den Spiegel und bittet den lieben Gott, dass er doch machen soll, dass Clara nicht Recht hat und sie keine Brille braucht.

Dass Clara Recht hatte bestätigte am nächsten Tag ein Augenarzt auf dem Festland. In einer stressigen Prozedur suchten Sandra und ihre Tochter danach eine passende Brille. Die eine Brille war zu rund, die andere wiederum zu eckig, manche waren zu babyhaft und andere zu altmodisch. Die einzige Brille, die Natalie einigermaßen gefiel,
war ihrer Mutter aber zu teuer. Genervt kauft ihre Mutter eine ähnliche Brille. Der Optiker und ihre Mutter finden, dass Natalie mit dieser Brille noch schöner wirkt als zuvor, doch Natalie sieht in der Brille nur ein hässliches und störendes Ding. Traurig setzt sie sich mittags in den Garten und liest ein Buch. Wenn sie schon wie eine Brillenschlange aussieht, dann muss sie sich auch wie eine benehmen. Die netten Worte ihrer Mutter ignoriert sie gekonnt und fragt sich welcher Junge schon einen Bücherwurm mit Brille mögen wird? Keiner! Na, also.

Erst als es schon dunkel ist geht Natalie ins Haus. Ihrer Mutter möchte sie lieber nicht begegnen, denn statt zu lesen ist Natalie eingeschlafen und erst aufgewacht, als sie schon ganz hungrig war. Wieso hatte sie Mutter nicht geweckt? Mag sie ein Kind mit einer Brille nicht? Sie könnte es ja verstehen. Gerade als Natalie die Treppe zum Wohnzimmer hinaufsteigen wollte hörte sie ein Winzeln aus dem Atelier ihrer Mutter. Vorsichtig öffnet Natalie die Türe und ein kleines weißes Etwas huscht zwischen ihren Füßen vorbei.
“Das ist ein Hund!“ ruft Natalie voller Freude aus. Ihre Mutter kommt langsam die Treppe herunter und meint dabei, dass der Hund schon so lange auf die Schlafmütze mit dem Namen Natalie wartet. Stolz bestimmt Natalie, dass ihr Hundewelpe auf den Namen Wurmi getauft wird. Und eine Frau mit einem so süßen Hund will bestimmt jeder heiraten.

Von Krabben und Wachmännern

Jetzt kommt bereits der vierte Teil. Im übrigen wurde diese Geschichte hier schon bis Teil 28 veröffentlicht. Jedoch habe ich die Texte hier teilweise abgeändert/verbessert. Dieser Haushalt ist wegen dem Strandgrundstück ziemlich überlastet, weswegen die alten Bilder besonders unscharf sind. Ich möchte mich hierfür entschuldigen.


Mit skeptischem Blick betrachtet Marta die Wassertropfen auf dem Holzboden und sieht wie ein Tropfen nach dem anderen aus Peters Haaren dazukommt. Nein, sie sagt nichts, heute ist der erste sonnige Tag auf Melonien seit ihrer Ankunft vor wenigen Wochen. Außerdem liebt sie ihren Mann Peter über alles. Natürlich, die bunt gestreiften Stühle liebt sie auch, aber heute möchte sie die liebste Mutter auf der Welt sein. Sie hat sogar ein Tiramisu zubereitet und ihre drei Männer schlingen es nur so in sich hinein. Selbst Bob wirkt das erste Mal seit langem etwas glücklich mit der Situation auf dem kleinen Eiland. 


Nach dem Zwischensnak legt sich Bob an den Strand. Vielleicht ist ein Haus direkt am Strand doch nicht so schlecht denkt er sich. Dann fällt ihm aber wieder ein, dass es am Strand mit vielen netten Mädels doch viel schöner wäre. Für was bräunt er sich überhaupt? Hier gibt es doch sowieso keine Mädchen, die er beeindrucken möchte. Die kleine Natalie ist viel zu jung für ihn und scheint eh nur an seinem Bruder interessiert zu sein, Melly zu durchgeknallt und Clara sei nicht sein Typ. Und die Batterien von seinem MP3-Player sind auch noch leer, dabei hat es auf der Insel gar keinen Laden für so was. Einen Blumenladen, das haben die Melonier, aber wer braucht schon Blumen? Bob fühlt sich wie in der Steinzeit.


Sein kleiner Bruder Björn findet es hier auf der Insel jedoch fabelhaft. Schließlich hat er hier ein großes Zimmer in dem er Weltraumritter sein kann oder zusammen mit seiner neuen besten Freundin in seinem Kaufladen spielen kann. Zudem errichtet er tolle Sandburgen am Strand oder lässt sich von Papa einbuddeln oder er kann einfach schwimmen gehen. Dies findet seine Mutter Marta aber nicht so gut, denn er ist noch kein all zu sicherer Schwimmer und die Strömungen vor der Insel können sehr tückisch sein. Tagsüber lässt sie ihren Sprössling daher so gut wie nie aus den Augen. Wie gut, dass eine Hausseite total verglast ist. Björn möchte jedoch zeigen, dass er schon groß ist und wagt sich deshalb in tiefster Dunkelheit an den Strand. Als ihn eine große Krabbe in den Finger zwickt und ihm allen Mut nimmt schleicht er sich schnell wieder ins Haus zurück. Eines weiß er gewiss: so schnell wird er nachts nicht mehr am Strand rumlaufen.


Peter ist mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen auf die Insel gezogen, da es schon lange der Traum seiner Frau war. Da vor kurzem auch die kleine Firma, in der er gearbeitet hat, schloss stand ihm nichts mehr im Wege. Kurzerhand wurde ihr kleines Haus verkauft und noch ein bisschen von den Ersparnissen genommen und dieses schöne blaue Häuschen am Strand von Melonien gebaut.
Abends sitzt Peter dann immer auf dem Sofa und schaut nach einem Job. Er möchte Geld für seine Söhne zurücklegen. Zudem ist Bob bald alt genug um eine Universität zu besuchen und im Zuge dessen werden eigne Kosten anfallen. Dass sein Sohn Bob gerade überhaupt nicht an Universitäten denkt, ist ihm egal. Es gibt ja schließlich auch noch den kleinen Björn. Peter findet auch tatsächlich schon wenige Wochen nach dem Einzug eine Stelle:
er ist nun der Wachmann von Melonien.


Seine Frau verdient schon seit Jahren Geld mit dem Schreiben von Kinderbüchern. Ihren größten Erfolg erzielte sie mit ihrem Buch „Peter und der Fuchs“. Hierbei erzählt sie die Geschichte wie sie ihren Mann kennen gelernt hatte. Peter wurde nämlich von einem Fuchs verfolgt und Marta rettete ihn. Seither hat Peter eine panische Angst vor Füchsen, Wölfen und Hunden. Dass die Geschichte in Wirklichkeit viel weniger Dramatisch ablief spielt keine Rolle. Durch dieses Buch konnte sich die Familie schon einige schöne Dinge leisten.So auch dieses nette hellblaue Arbeitszimmer. Wobei Marta es nicht als Arbeitszimmer geplant hat…

Villa Kunterbunt

Dies ist der zweite Teil meiner Melonien-Doku. Bevor man diesen Teil liest sollte man unter Umständen Teil 1 lesen. Momentan bin ich noch dabei herauszufinden wie man die Artikel umgekehrt in den Kategorien anzeigen lassen kann, dann ist es für „melonische Neueinsteiger“ einfacher. Tipps hierzu sind natürlich jeder Zeit willkommen. Ja und nun viel Spaß beim Lesen 🙂


Mit ihren rehbraunen Augen schaut die kleine Natalie ihre Mutter traurig an „Hier können meine ganzen neuen Freunde gar nicht mitessen!“
Ihre allein erziehende Mutter Sandra weiß nicht was sie sagen soll, hat ihre Tochter doch in den letzen Monaten so viel miterleben müssen. Zuerst ist der Vater der Kleinen nach 5 Jahren wieder aufgetaucht.
Natürlich möchte er nichts von der Tochter wissen, die Mutter hat ihn nur zufällig beim Einkaufen getroffen. Kurz darauf hat sie beschlossen weg zu ziehen. Nie mehr will sie, dass er irgendein Herz der Familie brechen
kann. So hat es die Familie Lorbeer auf Melonien verschlagen.

In ein kleines blaues Haus sind die Künstlerin und ihre zuckersüße Tochter vor wenigen Wochen eingezogen. Ein buntes Paradies für Zwei, ein Vater ist, zumindest von Seiten der Mutter, unerwünscht. Auch
Natalie ist nicht sicher ob sie denn einen Vater möchte. Ihre Mutter kann ihr alles geben. Da sie zu Hause arbeitet schenkt ihre Mutter Natalie die doppelte Portion Zuneigung. Kochen kann ihre Mutter sowieso und
schon seit klein auf erklärt Sandra ihrer Tochter, dass ihr Vater ein schlechter Mensch sei. Den will Natalie natürlich nicht haben, aber vielleicht findet ihre Mutter auf der Insel ja einen neuen Vater. Natalie findet es eh komisch, dass jeder Mensch nur einen Vater hat.

Für einen Mann an ihrer Seite hat Sandra keine Zeit. Muss sie doch nun doppelt so viel Meisterwerke nähen, malen oder was auch immer und sie dann mittels Ebay in der ganze Welt verbreiten. Dieses Haus war um
weiten teurer als ihre Wohnung in der Großstadt. Von all diesen Sorgen möchte sie ihrer Tochter natürlich nichts erzählen und damit ihr Kinderverstand auch ja nichts Falsches denkt wird die Kleine von vorne
bis hinten mit Liebe und Spielzeug beschenkt. Soll doch ihr einziges Kind eine unbeschwerte Kindheit haben und es später einmal besser machen als sie selbst.

Natalie freut sich über jedes neue und tolle Spielzeug und stellt keine Fragen. Wieso auch, nachher könnte ihre Mutter böse werden und ihr keine neuen Spielsachen schenken. Dass sie mit Mutter noch nie Ärger, auch sei er noch so ein kleiner Streit, mit ihrer Tochter hatte wird in den Hintergrund gestellt. Im Kinderfernsehprogramm kam erst vor wenigen Tagen ein Film von einer bösen Hexe mit rotem Haar. Haare wie ihre Mutter sie hat. Nach diesem Film hat Sandras Tochter ein ganz neues Bild von ihr und versucht das liebste Mädchen auf der ganzen Welt zu sein. Sandra wundert sich schon ein bisschen, dass ihre Tochter nun freiwillig das Geschirr abtrocknet, sonderlich stören tut es sie aber auch nicht.
Dennoch freut sie sich, dass in wenigen Tagen der Privatunterricht bei Familie Adams beginnt.

Im großen Dachraum von Clara Adams sehen sich die aufgeweckte Natalie und der zurückhalte Björn das erste Mal. Zuerst glaubte sie sich von rothaarigen Personen verfolgt. Clara, ihre Lehrerin, war durch ihre
feuerwehrautoroten Haare besonders erschreckend. Doch schon bald musste Natalie feststellen, dass die Leute vom Fernsehen gelogen haben und rothaarige Menschen die liebsten auf der Welt sind.
Auch wenn Björn seine neue Freundin teilweise etwas zu wild findet besucht er sie fast täglich. Ein Haus wie ein großes Spielzimmer und ohne eine strenge Mutter lädt eben zum Spielen ein. Und Natalie ist allemal ein
besserer Spielkamerad als Björns großer Bruder Bob.

Zweiter Frühling

Melonien, das ist der Name meiner Sims 2 Nachbarschaftsdoku. Begonnen habe ich sie im Simforum im Frühjahr 2008. Daher sind die Bilder am Anfang auch ziemlich unscharf. Das ändert sich mit den neueren Teilen, aber nur die neuen Teile, ohne den Anfang, das wäre doch sinnlos, oder? Genug geredet. Jetzt gehts los!

„Puh, endlich fertig!“ Erna Adams lässt sich in ihren Lieblingssessel fallen. Inzwischen ist es draußen sogar schon dunkel geworden. Schon seit Generationen ist der Sessel ein Familienerbstück und er wurde extra für das neue Haus auf Melonien restauriert. In hellen und fröhlichen Farben ist er nun gestaltet und wirkt nicht mehr so duster und alt. Wochenlang hat die Familie Adams nun hier auf der Insel geschuftet um den Traum von Erna zu verwirklichen. Erna wollte schon seit ihrem 12. Lebensjahr ein Haus in dem immer Urlaub herrscht. Erinnerungen aus all ihren schönen Urlauben hat sie zusammengetragen und nun hier in ein Kunstwerk verwandelt. Sie möchte nun hier mit ihrem Mann James und ihren bildhübschen Töchtern einen zweiten Frühling erleben.

Besonders stolz ist Erna auf ihr Badezimmer. Schon sehr früh hat sie begonnen Fließen zu sammeln. Somit wollte sie sich als Kind über den Tod ihres südländischen Vaters hinwegtrösten. Die beiden hatten zwar nie ein inniges Verhältnis, aber der Tod ist ihr doch sehr Nahe gegangen. Ihr Mann James wurde adoptiert und hat seine wahren Eltern nie kennen gelernt. Ihre kleine Tochter Melly wünscht sich häufig andere Eltern. Besonders ihre Idee auf eine kleine Insel zu ziehen fand sie nicht besonders lustig und das Badezimmer nur noch peinlich. Ihre große Schwester hofft nun, dass sie deshalb nicht mehr so häufig das Badezimmer blockieren wird. Sie ist ihren Eltern gerne mit auf eine Insel gefolgt.

Nach ihrem Mathelehrerstudium hat die junge Schöne mit den feuerroten Haaren keine Anstellung gefunden und möchte nun hier auf Melonien als Lehrer arbeiten. Bisher ist ihre kleine Schwester ihre einzige Schülerin, die täglich bei Clara unter dem Dach Privatunterricht genießen darf. Ihre Mutter hilft ihr im Thema Koch- und Pflanzenkunst, obwohl die pubertierende Melly gut darauf verzichten könnte. Ihr Vater, der pensionierter Deutsch- und Musiklehrer ist, zeigt ihr den Rest. Trotz der Wut auf ihre Lehrer sind Melly und ihre große Schwester Clara ein Herz und eine Seele. Ein kleines bisschen neidisch ist sie natürlich auch auf ihre Schwester, schließlich hat sie ein riesengroßes Dachzimmer und einen ganz tollen Sessel. Den Musikgeschmack ihrer Schwester findet sie hingegen unausstehlich.

Der Kater Jacques findet hier auf Melonien so einiges unausstehlich. Besonders das nasse Meeresufer auf der anderen Straßenseite ist so gar nicht nach seinem Geschmack. Hübsche Katzendamen hat er auch noch keine erspäht. Noch viel schlimmer ist die Tatsache, dass er noch keine einzige andere Katze entdecken konnte. Nur einen großen bellenden Hund hat er hinter einem Gartenzaun gesehen. Seitdem ist er eher im heimischen Garten auf Streifzug. Die große weiße Dekoskulptur findet er sehr Angst einflößend. Aus den Augenwinkeln sieht er genau, dass sie ihn beobachtet und das fünfte Bein bewegt sich auch hin und wieder. Da ist sich der Kater sicher. Er kommt zu dem Entschluss, dass der Elefant ihn verspeisen will und so verbringt er die nächsten Tage auf dem sicheren Sofa.

Dort kann er auch ungestört den Gesprächen zwischen James und Clara zuhören. Auch wenn sich die Gespräche meist nur um den kleinen Blumenladen, den Erna eröffnet hat, oder um den Privatunterricht von Melly drehen, ist es hier doch recht schön. Auch James, der Anfangs mit hoch gezogener Augenbraue der Idee seinerFrau lauschte, findet das Haus sehr schön eingerichtet. Früher war dies das Haus des Leuchtturmwärters und seiner Frau. Diese Verstarb aber sehr früh und hat ihm nur einen fünf Jahre alten Sohn zurückgelassen. Inzwischen haben Vater und Sohn keinerlei Kontakt mehr und da der alte Wärter in Geldprobleme kam verkaufte er kurzerhand das Haus und weitere Grundstücke auf der Insel.